Ev. Diakonissenkrankenhaus Leipzig

Zertifiziertes Darmzentrum

Darmzentrum

Im Ev. Diakonissenkrankenhaus Leipzig ist ein Darmzentrum tätig, das über viel Erfahrung bei der Erkennung und Behandlung von Darmkrebs verfügt.

Die Diagnose Darmkrebs ist für jeden Menschen, der davon betroffen ist, zunächst ein Schock. Viele Patienten und Angehörige erreicht sie wie aus heiterem Himmel, weil sich die Krebserkrankung bis dahin oft ohne größere Beschwerden entwickelt hat. Wie soll es nun weiter gehen?

Das Darmzentrum am Ev. Diakonissenkrankenhaus Leipzig wurde im Jahr 2007 als eines der ersten in der Leipziger Region tätigen Darmzentren gegründet. Es ist seitdem nach den strengen Kriterien der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert. Jedes Jahr werden hier rund 850 Patienten mit Darmerkrankungen medizinisch versorgt, davon 200 aufgrund einer vorliegenden Krebserkrankung.

Das Darmzentrum am Ev. Diakonissenkrankenhaus Leipzig verfügt über eine große fachliche Expertise und zeichnet sich zudem durch ein Behandlungskonzept aus, das durch Zuwendung und Vertrauen geprägt und auf den einzelnen Patienten zugeschnitten ist. Im Verbund mit allen fachübergreifend beteiligten Kooperationspartnern können wir einen gut aufeinander abgestimmten Behandlungsverlauf gewährleisten – beginnend von der Diagnostik über die notwendigen therapeutischen Maßnahmen bis hin zur optimalen Nachsorge nach einer Operation und der Entlassung aus dem Krankenhaus.

Dr. med. Shueb Mussa Chefarzt Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie Facharzt für Chirurgie, Viszeralchirurgie und Unfall­chirurgie
 Spezielle Viszeralchirurgie

Dr. med. Andreas Scholz Leitender Oberarzt, Koordinator Darmzentrum Facharzt für Chirurgie und Gefäßchirurgie, Viszeralchirurgie

Was Sie über Darmkrebs wissen sollten

In der geschlechterübergreifenden Betrachtung ist Darmkrebs hierzulande die zweithäufigste Tumorerkrankung. Nach Angaben des Deutschen Krebsforschungszentrums erkranken jährlich mehr als 60.000 Menschen an Dickdarmkrebs.

Damit belegt Deutschland im internationalen Vergleich einen traurigen Spitzenplatz. Experten machen hierfür die Ernährungs- und Lebensgewohnheiten mitverantwortlich.

Von Darmkrebs wird gesprochen, wenn ein bösartiger Tumor im Dickdarm (Kolon) oder im Mastdarm (Rektum) vorliegt. Bösartige Tumore (Karzinome) entwickeln sich in der Regel schleichend aus zumeist gutartigen Wucherungen der Darmschleimhaut (Polypen).

In Vorsorgeuntersuchungen können ungefährliche Polypen in der Regel rechtzeitig erkannt und entfernt werden. Das Darmkrebsrisiko lässt sich auf diese Weise deutlich reduzieren. Wir empfehlen daher, ab dem Alter von 50 Jahren zur Früherkennung zu gehen. Bei besonderem erblichen Risiko sollte die Vorsorge bereits früher beginnen. Die zuverlässigste Methode zur Früherkennung ist die Darmspiegelung (Koloskopie).

Erkennung von Darmkrebs:

Die ersten Anzeichen für Darmkrebs sind meist unspezifisch: veränderte Stuhlgewohnheiten häufiges Bauchweh oder Blut im Stuhl können erste Hinweise geben. Treten diese Symptome über einen längeren Zeitraum auf, sollte in jedem Fall ärztlicher Rat hinzugezogen werden, um die Beschwerden abzuklären.

Das wichtigste diagnostische Verfahren ist die Darmspiegelung (Koloskopie). Hierbei wird der Darm mit Hilfe eines Endoskops untersucht. Werden Polypen entdeckt, können sie unmittelbar entfernt werden. Sofern ein Tumorbefall vorliegt, müssen weitere Untersuchungen durchgeführt werden (u. a. Blutuntersuchung, Ultraschall, CT, MRT).

Behandlung von Darmkrebs:

In den letzten Jahren wurden in der Medizin große Fortschritte bei der Behandlung von Darmkrebs erzielt. Die Wahrscheinlichkeit, geheilt zu werden, beträgt im ersten Krankheitsstadium über 90 Prozent!

Häufig können kleinere Tumore bereits im Rahmen der Darmspiegelung abgetragen werden. In diesem Fall ist in der Regel eine komplette Heilung möglich. Ist eine Operation notwendig, wird diese nach den neuesten onkologischen Leitlinien der Deutschen Krebsgesellschaft durchgeführt. Bei der operativen Versorgung haben so genannte laparoskopische Methoden auch in der Tumorchirurgie Einzug gehalten.  Hierbei erfolgen die Eingriffe über sehr kleine Einschnitte – sie werden deshalb auch als Schlüssellochverfahren bezeichnet. Nach dieser deutlich schonenderen Behandlung können die meisten Patienten relativ schnell in ihre häusliche Umgebung entlassen werden.

Im Ev. Diakonissenkrankenhaus Leipzig wird besonderer Wert gelegt auf eine gute Aufklärung unserer Patienten. Dabei beziehen wir auch Angehörige und Freunde mit ein. Während des stationären Aufenthaltes bieten wir den Patienten eine Vielzahl von Möglichkeiten an, sich über die Krankheit zu informieren, die Behandlungsabläufe zu verstehen und sich auf mögliche Umstellungen in ihrem täglichen Leben einzurichten.

Das zertifizierte Darmzentrum am Ev. Diakonissenkrankenhaus Leipzig steht für ein Behandlungskonzept, das auf die Bedürfnisse jedes einzelnen Patienten zugeschnitten und sowohl von fachlicher Kompetenz als auch von einer positiven Atmosphäre geprägt ist.